Magic Cleaning -
den Blick für das Wesentliche schärfen

Der Beginn eines neuen Jahres ist auch ein guter Zeitpunkt für eine Neujahresinventur.

Die Organisation entrümpeln heißt mehr als reparieren und optimieren. Es bedeutet weglassen, ein Nicht-mehr-Tun. Platz machen für Selbstführung und Selbstorganisation, damit das innovative Potential Ihrer Mitarbeiter*innen sich entfalten kann und der Blick auf Ihre Kund*innen frei bleibt.

Spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie wird die Notwendigkeit der Anpassungs- und Veränderungsfähigkeit von Organisationen für ihr Überleben von keinem ernstzunehmenden Management mehr in Frage gestellt. Dazu braucht es „Raum“. Innovation, Zukunftsgestaltung und Veränderungsprozesse erfordern ein Mindestmaß an Reserven!

Schauen Sie auf Ihr vergangenes Jahr

Wie viele Stunden Ihrer Arbeitszeit verbrachten Sie in Meetings, die sich mit internen Abläufen befassten? Wenn Sie als Entscheidungsträger*in all Ihre Zeit und Kraft brauchen, um gerade mit Mühe das Tagesgeschäft zu bewältigen, fehlt Ihnen die Zeit für unternehmerische Aufgaben.

Mein Tipp: Reinigen Sie Ihr Unternehmen regelmäßig.

Regelmäßiges Entrümpeln ist eine Investition in die Zukunft. Ihnen fallen sicher sofort einige Meetings, Prozesse und Strukturen ein, die ersatzlos gestrichen werden könnten, ohne Ihr Organisationsdesign zu gefährden.

Entrümpeln birgt auch Schattenseiten:

Das hört sich verlockend, selbstverständlich und leicht an, gestaltet sich in der Praxis aber manchmal auch schwierig. Häufig wird der organisatorische Status nicht nur von den Mitarbeitenden hartnäckig verteidigt.

  • entrümpeln kann verletzend sein: Mitarbeitenden wird indirekt unterstellt, dass sie nicht in der Lage sind, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
  • weglassen bedeutet Verlust. Mit Verlust gehen Emotionen wie Trauer und Wut einher. Das erzeugt Trotz und offene oder versteckte Gegenwehr.

Meine wichtigste Empfehlung für Sie als Entscheidungsträger*in:

Legen Sie Ihren Fokus neben einer Kernfrage wie z. B. „Was von all dem, was wir heute tun, würden wir nicht mehr neu beginnen, wenn wir es nicht schon täten?“ (Fredmund Malik) auch darauf welche Bedeutung diese Aufgabe bislang für die Person hatte, die diese Aufgabe durchgeführt hat. Welcher Status, welches Talent war damit verbunden?

Erkennen Sie an, dass mit dem Entrümpeln auch Verluste verbunden sind. Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden die Befürchtungen benennen, statt sie auszublenden oder zu relativieren. Das Anerkennen und Aushalten der Emotionen – auch ohne eine direkte Lösung zu haben – ist die hohe Kunst Befürchtungen zu managen und bringt Sie und Ihre Organisation weiter.